Symptome

Kernsymptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind wiederkehrende unwillkürliche Erinnerungen oder Wiedererleben des widerfahrenen Traumas. In sogenannten Flashbacks erleben die Betroffenen häufig das Erlebte, als würde es wie in einem Film immer wieder vor dem inneren Auge abgespielt. Sie leiden unter erhöhter Erregung, welche sich in einer erhöhten Schreckhaftigkeit, ebenso wie in Schlafproblemen, aber auch einer schnelleren Reizbarkeit zeigen kann. Aus diesem Grund kommt es bei Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung häufig auch zu Schwierigkeiten mit ihren Partnern oder Familienmitgliedern. Weitere Kernsymptome sind Vermeidung von Situationen, Gedanken oder Personen, die mit dem Trauma in Verbindung stehen, sowie das Gefühl, emotional taub zu sein.

Ursachen

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Theorien zur Erklärung von posttraumatischen Belastungsstörungen gehen davon aus, dass es verschiedene Faktoren gibt, die für die Entwicklung der charakteristischen Symptome verantwortlich sind. Dazu zählen zum einen die Art und die Belastung des Traumas. Auch einen Einfluss hat, wie Betroffene das Erlebte wahrnehmen bzw. interpretieren. Außerdem kommt es zu einer speziellen Art der Speicherung der Traumaerlebnisse in unserem Gedächtnis. Auch spielt eine Rollte, wie man im Nachhinein mit den Erinnerungen umgeht.

Therapie

In der Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung hilft der Therapeut dem Patienten, sein Vermeidungsverhalten gegenüber den Erinnerungen an das Trauma abzubauen. Dabei wird das Erlebte auf solche Weise verarbeitet, dass es nicht mehr unkontrolliert und in so emotional belastender Weise immer wieder in das Bewusstsein schießt.

Eine häufig dafür verwendete Metapher ist die eines vollen und unaufgeräumten Kleiderschranks. Dabei sind die Erinnerungen wie Kleidungsstücke, die aus einem unaufgeräumten Kleiderschrank, in den man die Kleidung nur flüchtig hineingestopft hat, herausfallen, sobald man die Tür nicht mehr selbst zuhält.

In der Therapie kommt es zu einem „Zusammenlegen“ und „Ordnen“ der Kleidung so, dass die Tür nicht immer wieder aufgeht und alles auf einmal herausquillt.

 

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