Symptome

Das bekannteste Symptom einer Depression ist starke Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit. Depressionen äußern sich aber auch in anderen Bereichen des menschlichen Erlebens und Verhaltens. So leidet zum Beispiel die Motivation vieler Betroffener und sie sind so antriebslos, dass sie teilweise grundlegende Dinge ihres Alltags nicht bewältigen können (z.B. Ordnung halten oder den Körper zu pflegen). Weitere häufige Symptome sind ausgeprägtes Grübeln, Gefühle der Wertlosigkeit oder Selbstzweifel, innere Leere, übertriebene Schuldgefühle, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit oder gesteigerter Appetit. Ist die Verzweiflung der Betroffenen besonders groß, kann auch der Wunsch auftreten, nicht mehr leben zu müssen.

Ursachen

Depressionen haben selten nur eine einzige Ursache. Studien weisen unter anderem auf genetische Ursachen hin. So gibt es z.B. unter eineiigen Zwillingen (die ein identisches Erbgut besitzen) eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, auch eine Depression zu entwickeln, wenn der andere Zwilling depressiv ist. Offensichtlich ist jedoch eine rein genetische Ursache auszuschließen, da sonst jeder eineiige Zwilling eine Depression haben müsste, wenn der andere Zwilling auch depressiv ist. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Auch neurobiologische Ursachen gelten als gesichert. Bei Depressiven kommt es zu einem Ungleichgewicht im Neurotransmitterhaushalt vor allem von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin.

Verschiedene psychologische Theorien wurden außerdem entwickelt, um die Entstehung von Depressionen zu erklären. Zu den bekanntesten verhaltenstherapeutischen Erklärungen einer Depression gehören die Verstärkerverlusthypothese und das Konzept der gelernten Hilflosigkeit.

Die Verstärkerverlusthypothese besagt vereinfacht formuliert, dass depressive Menschen weniger Dinge erleben, die sie als angenehm empfinden. Dadurch verschlechtert sich die Stimmung und der Antrieb, weshalb man noch weniger angenehme Dinge macht. Es entsteht eine Abwärtsspirale der Depression.

Die Theorie der gelernten Hilflosigkeit besagt, dass Menschen depressiv werden, wenn Sie immer wieder die Erfahrung gemacht haben, dass sie keinen Einfluss nehmen können auf unangenehme Situationen, denen sie ausgesetzt sind. In der Folge kann dies dazu führen, dass man immer wieder auch in unangenehmen Situationen, die man beeinflussen könnte, in eine Lethargie geraten kann, kombiniert mit einem Gefühl der Aussichtslosigkeit und Unabänderlichkeit.

Therapie

Die kognitive Verhaltenstherapie setzt vereinfacht gesagt daran an, dass es der Patient schafft, wieder aktiver zu werden. Außerdem werden Denk- und Wahrnehmungsmuster mit dem Therapeuten bearbeitet. Dies führt dazu dass die Betroffenen wieder positive Erfahrungen machen und sich ihr Selbstbewusstsein, sowie ihre Sicht auf die Zukunft verbessert.

Dies erfolgt in einem individuell auf den Patienten und seine Situation zugeschnittenen Prozess.

 

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