Symptome

Das bekannteste Symptom der Borderline-Störung oder emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline – Typ ist das selbstverletztende Verhalten. Dies ist bei vielen Betroffenen offensichtlich, weil ihre Unterarme oft voller Narben sind. Man sagt dazu oft, dass sich „Borderliner“ „ritzen“. Nicht immer zeigt sich die Selbstverletzung jedoch in dem oberflächlichen Ritzen in die Haut. Auch nicht alle Borderline-Patienten zeigen selbstverletzendes Verhalten. Wichtig ist aber auch, dass nicht jeder Mensch, der sich selbst verletzt automatisch eine Borderline Persönlichkeitsstörung hat.

Ein anderes typisches Symptom ist eine ausgeprägte innere Anspannung. Diese Anspannung ist oft begleitet von intensiven Gefühlen innerer Leere. Die Anspannung kann so groß werden, dass es zu sogenannten Dissoziationen kommt. Die Betroffen erleben sich zum Teil, wie wenn sie sich außerhalb ihres Körpers befinden würden, oder in Watte gepackt wären und ihre Umwelt durch einen Schleier wahrnehmen würden.

Viele haben eine Unsicherheit bezüglich ihres eigenen Selbstbilds. Wer bin ich, was will ich, was ist mir wichtig. Dies kann oft schwanken und zur eigenen Verunsicherung beitragen. Ihre Beziehungen sind oft sehr intensiv, aber gleichzeitig sehr instabil. Häufige emotionale Krisen sind die Folge.

Auch haben die Betroffenen oft große Ängste vor dem Verlassenwerden, weshalb es häufig zu übertriebenen Bemühungen kommt, das Verlassenwerden zu vermeiden.

Ursachen

Man geht von einer biologischen oder erworbenen Veranlagung aus, die zu leicht auslösbaren Emotionen führt, die lange anhalten. Viele Betroffene erleben außerdem, dass ihre Gefühle und Bedürfnisse in der Kindheit und Jugend nicht ernst genommen, oder nicht anerkannt werden. Man nennt dies invalidierende Erziehung. Es finden sich aber auch gehäuft traumatische Erlebnisse in der Biographie.

Therapie

Die am besten validierte verhaltenstherapeutische Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die dialektisch behaviorale Therapie nach Linehan. Das bekannteste Element daraus ist das Skills-Training mit seinen fünf Modulen: Innere Achtsamkeit, zwischenmenschliche Fertigkeiten, Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz, Selbstwert.

Die Patienten lernen unter anderem, ihre eigene innere Anspannung besser wahrzunehmen und einzelne Fertigkeiten, die sie zur Regulation ihres Anspannungsniveaus einsetzten können.

 

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